Ich war unschlüssig, ob ich diesen Artikel unter Technik oder doch lieber unter Witze einordne. Weil es doch etwas ernsthafter ist viel die Entscheidung dann doch auf den Technikbereich.
Sollten deiner Meinung nach Ergänzungen / Korrekturen erforderlich sein, schreib mir einfach.
(Aug.2007)
Wer in einschlägigen Computerforen 1) liest, stößt über kurz oder lang auch auf Fragen wie "Wie kann ich einen Computer hacken", "Wo kann ich hacken lernen", "Wer hilft mir, diese Webseite lahm zu legen", etc.
Antwort: hacken kann man den Computer ganz gut mit einer Axt, wer es gröber mag kann auch die Kettensäge nehmen :-)
Üblicherweise werden derartige Fragen von in "Fachkreisen" verpönten Script-Kiddies gestellt. Diese zeichnen sich ja schon mal dadurch aus, daß sie der deutschen Sprache noch nicht ausreichend mächtig sind und man den Text schon 3 mal lesen muß um zu verstehen was das Kind eigentlich will.
Die üblichen Antworten der "echten Hacker" sind dann in etwa lern erstmal Englisch (weil manche glauben das geht auch ohne), dann lern mind. 1 Programmiersprache (c/c++, cobol, assembler, ...) und dann verstehe erst mal die funktion von netzwerken und programmen. Diese Antworten sind dem Grunde nach wohl auch richtig, weil diese Grundlagen erforderlich sind, um überhaupt etwas in dieser Richtung machen zu können.
Aber genau betrachtet herrscht hier meiner Meinung nach das große Problem, das scheinbar auch von den "Profis" nicht richtig erkannt wird. Die wenigsten echten (und erfolgreichen) Hacker haben sich eines Tages hingesetzt und gesagt "ich will jetzt hacken lernen".
Die (meiner Meinung nach) übliche Entwicklung spielt sich wohl eher so ab:
zunächst wird Interesse an Computer / Technik entwickelt. Dies führt über kurz oder lang dazu daß man sich mit Programmiersprachen auseinander setzt und in weiterer Folge mit den restlichen Grundlagen der Computerwelt (je nach dem in welche Richtung die ersten ernsthaften Programme gehen, kann das Netzwerk, Betriebssystem, etc. sein).
Während nun die ersten Programme entwickelt werden schielt man wohl auch auf bestehende Programme und beschließt irgendwann sich mal anzusehen wie die genau funktionieren. Entweder bekommt man den Sourcecode legal (OpenSource-Software) oder man fängt an mittels Reverse-Engineering das Programm zu zerlegen.
Weil inzwischen die eigenen Programmierkenntnisse gestiegen sind, sieht man sich die fremden Programme genauer an (Zeile für Zeile?) und entdeckt dann zufällig eine Schwachstelle. (Vielleicht versucht man auch eine bestimmte Funktion für das eigene Programm zu erreichen und löst dadurch in einer anderen Software eine bestimmte - nicht so vorgesehene - Funktion aus -- man hat also ein Exploit entdeckt).
Wie es weitergeht? Angespornt durch diese Entdeckungen sucht man solche Fehler gezielter in weiterer Software. Oder man schreibt ein Programm daß gewisse Funktionen ermöglicht.
Für all die Kinder auf dieser Welt die nur mal schnell den Computer der Ex-Freund(in) knacken wollen und sich als große Hacker fühlen:
Als "hacken" versteht man das ausnutzen von Schwachstellen in Software zu bestimmten Zwecken. Dies stellt üblicherweise noch nicht mal eine Straftat dar.
Wer jedoch dieses Wissen nutzt, um auf fremden Systemen Schaden anzurichten macht sich strafbar.
Und wer denkt mit einer (natürlich kostenlosen) Software aus fragwürdigen Quellen aus dem Internet einen fremden Rechner beschädigen zu können ohne dabei Spuren zu hinterlassen - ganz ehrlich, wenn es dir gelingt in einer Klicki-Bunti-Software eine bestimmte IP-Adresse einzugeben, gelingt es dem gegenüber auch so leicht deine IP-Adresse festzustellen. Und wenn du so richtig böse bist und alles löscht, schickt dir der gegenüber die Polizei vorbei. Wer zuletzt lacht wird man dann ja sehen ... *g*
Und jetzt BITTE BITTE ihr lieben Kinder, tut mir nichts. Aber ich habe keine Angst, denn ihr werdet nie herausfinden, daß meine öffentliche IP-Adresse 127.0.0.1 lautet :-)